Political Art Days 2022 – Fokus: Das Gute Leben für Alle weltweit
Political Art Days 2022 - Fokus: Das Gute Leben für Alle weltweit
September 9, 2022
bis September 11, 2022
Palais Palett, DresdenMeschwitzstr. 9

Tauch‘ ein in einen Festivalkosmos, der sich wichtigen Fragen unserer Zeit widmet! Denn unsere aktuelle Lebensweise braucht dringend Veränderung, damit Menschenrechte weltweit nicht weiter verletzt werden! 

Gemeinsam wollen wir hinter die Kulissen schauen und kritisch hinterfragen: Was versteckt sich hinter der sogenannten „Imperialen Lebensweise“ und der „Solidarischen Lebensweise“? Inwiefern verhindert unsere Art zu leben, das Gute Leben für alle Menschen weltweit? Welche Zusammenhänge gibt es genau, welchen Einfluss habe ich und wie verändern wir wirklich etwas?

Mach mit, wenn Kunstschaffende gemeinsam mit Expert*innen und Festivalbesucher*innen für eine sozialökologische Transformation der Gesellschaft zusammenkommen, diskutieren und sich vernetzen!

PROGRAMM

Workshops/Input
Ausstellung
Performances
Filme
Musik
Rahmenprogramm

HYBRIDVERANSTALTUNGEN

Zusätzlich zu den Veranstaltungen in Präsenz auf den Political Art Days 2022 werden wir einige online Formate anbieten, um Menschen, die nicht kommen können, Teilhabe zu ermöglichen.

Samstag, 10. September, 17:15-19:00 Uhr
Talk: SOCIAL TRANSFORMATION & ACTIVISM THROUGH ILLUSTRATION (EN)
Samstag, 10. September, 19:30-21:00 Uhr
Paneldiskussion: IMPERIALISMUS UND ZEITGENÖSSISCHER KOLONIALISMUS AUS DER PERSPEKTIVE LATEINAMERIKANISCHER MIGRANT*INNEN (DE)
Sonntag, 11. September, 17:00-18:30 Uhr
Film & Diskussion: TIERRITA – MENSCHENRECHTE IN KOLUMBIEN (EN & SP)
Sonntag, 11. September, 15:30-16:30 Uhr
Input: „EDIBLE CONNECTIONS RADIO“Projektvorstellung (DE)
VERANSTALTUNGEN AUF ENGLISCH

Freitag, 09. September, 16:30-18:30 Uhr
VERNISSAGE (EN)
Samstag, 10. September, 17:15-19:00 Uhr
Talk: SOCIAL TRANSFORMATION & ACTIVISM THROUGH ILLUSTRATION (EN)
Sonntag, 11. September, 14:00-16:00 Uhr
Rollenspiel: KONSENSBILDUNG: Ein politisches Rollenspiel mit lateinamerikanischer Perspektive (EN)
Sonntag, 11. September, 17:00-18:30 Uhr
Film & Diskussion: TIERRITA – MENSCHENRECHTE IN KOLUMBIEN (EN & SP)

DU WILLST MITMACHEN?

CALL FOR HELPERS

HELFENDE HÄNDE FÜR FESTIVAL GESUCHT! 🙂

Die Political Art Days – ein Mitmach-Festival zum Globalen Lernen – braucht Eure Hilfe!

Für die Durchführung des gemeinnützigen Kunst- und Bildungs-Festivals vom CAMBIO e.V. benötigen wir jedes Jahr Freiwillige, die vor, während und nach dem Festival verschiedene Aufgaben übernehmen. Wenn du daran interessiert bist, Teil unseres Helfendenteams zu werden, meld dich! Jede Hilfe ist willkommen! Mehr Infos zum Festival bekommt ihr weiter unten.

WANN?
9.-11.September 2022 und davor

WO?
Palais Palett / OKA, Meschwitzstraße 9, Dresden

BEISPIELE?
Vor dem Festival: Öffentlichkeitsarbeit & Brainstorming zur Festivalgestaltung

In der Woche vor dem Festival: Aufbau (Dekorieren des Veranstaltungsortes, Unterstützung der Künstler*innen beim Aufbau ihrer Ausstellung, Aufbau von Ständen, Anfertigung von Informationstafeln auf dem Festivalgelände, Material-Transport, Kochen…)

Während des Festivals: Die meisten Leute brauchen wir auf jeden Fall für die 3 Festivaltage selbst – Begleitung von Künstler*innen, Kochen, Diversity-Team, Unterhaltung von Kindern, Übersetzung, Foto, Video, Workshop- und Ausstellungsbetreuung…

Nach dem Festival: Abbau, Transport,…

Wenn du uns helfen möchtest, melde dich bei Marcelo unter politicalartdays@cambio-aktionswerkstatt.de

WAS SIND DIE POLITICAL ART DAYS?

Die Political Art Days sind ein öffentliches, politisches Kunstfestival, das seit sechs Jahren um die Vermittlung sozialer, globaler und ökologischer Zusammenhänge mit kunstpädagogischen Methoden in Dresden bemüht ist. Sein Format eröffnet Kunstschaffenden und Referierenden aus verschiedensten Bereichen der Wissenschaft, Kultur und Pädagogik einen kreativen Raum, innerhalb dessen sie sich umfassend und gemeinsam mit den Festival-Besucher:innen gesellschaftsrelevanten Fragestellungen widmen können. Durch vielfältige, interaktive Methoden wollen wir die Herausforderungen unserer globalisierten Welt sichtbar und deren vielschichtigen Konsequenzen – auch auf das eigene Leben – nachvollziehbar machen.

Fokus der Festivalausgabe 2022 soll das vom I.L.A. Kollektiv erarbeitet Konzept der sogenannten „Imperialen Lebensweise“ sein, das die komplexen und oft unübersichtlichen Beziehungen zwischen weltweiten Krisen und wachsender sozialer Ungerechtigkeit im Globalen Süden und der derzeitigen Produktions- und Lebensweise im Globalen Norden darstellen. Zudem wollen wir uns mit den vielfältigen, bereits existierenden Möglichkeiten befassen, die einen Weg zu solidarischen Lebens- und alternativen Wirtschaftsweisen beschreiben.

Während des Festivals sollen diese Zusammenhänge für unsere Besucher:innen nachvollziehbar beleuchtet und die Struktur unseres alltäglichen Lebens hier im Globalen Norden kritisch hinterfragt werden. Die Political Art Days sollen zur Reflexion unserer individuellen und gesellschaftlichen Verantwortung anregen und die alternativen Handlungsansätze zu einer aktiven Mitgestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft animieren, in welcher nicht unbegrenztes Wirtschaftswachstum und systematische Ausbeutung von natürlichen Ressourcen und Arbeitskräften, sondern Nachhaltigkeit, Chancengleichheit und Solidarität die Parameter unseres menschlichen Miteinanders bestimmen.

WARUM IST ES WICHTIG SICH MIT DEM THEMA ZU BESCHÄFTIGEN?

Die Art und Weise, wie im Globalen Norden (GN) der gesellschaftliche Umgang miteinander organisiert und ein Verständnis von Wohlstand definiert wird, zeigt gravierende Auswirkungen auf das Leben anderer Menschen aus dem Globalen Süden (GS). Dies wird deutlich, wenn wir uns eingehender mit den hiesigen Strukturen von zum Beispiel der Sorge- und Lohnarbeit befassen; oder unserem Konsumverhalten, mit modernen Mobilitätslösungen (Green Economy), Dienstleistungsangeboten oder unseren alltäglichen Umgang mit Geld, Rohstoffen und der Natur.

Zunehmend wird unsere Lebensrealität von jenen entkoppelt, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem Irgendwo „irgendwie“ Dinge produzieren, die uns unser Leben erleichtern und billig machen: In Mienen, sogenannten „Sweat-Shops“ der Textilindustrie oder an Fließbändern und auf weit entfernten Gemüsefeldern bei der Lebensmittelproduktion; aber auch auf den Fluren überlasteter Pflegeeinrichtungen hierzulande.

Oft reicht der Lohn für diese Arbeit nicht einmal aus, um die grundlegendsten Bedürfnisse jener Menschen zu befriedigen, die sie verrichten müssen. Seit den 1990er Jahren verschärfen sich, trotz der wachsenden Weltwirtschaft, Einkommens- und Vermögensungleichheiten immer weiter, was sich in der zunehmenden Verarmung weiter Teile der Weltbevölkerung und einer stetigen Agglomeration von Wohlstand in den Händen einiger Weniger offenbart. Hiesige Problemlagen werden in entfernte Gegenden der Welt ausgelagert, um Produktionskosten gering zu halten oder um auf seltene Ressourcen zurückgreifen zu können. Die Mechanismen unserer globalen Ökonomie beruhen zu einem Großteil auf der Ausbeutung menschlicher Ressourcen und natürlicher Lebensräume, die nur begrenzt zur Verfügung stehen: u.a. Trinkwasser, Rohstoffe, Nahrungsmittel. Der inhärente Wachstumsgedanke und stetige Ausbeutungsdrang dieser Wirtschaftsweise münden in humanitären und ökologischen Katastrophen, deren Folgen uns kaum vor Augen treten, aber die existenzielle Lebensgrundlage vieler Menschen weltweit bedrohen. Zudem provoziert diese Wirtschaftsweise bewusst Konflikte: Momentan werden übertausend öko-soziale Konflikte geführt, die meist gewaltvoll zwischen multinationalen Konzernen und lokalen Gemeinschaften ausgetragen werden.

Hierbei zeichnet sich ein großer Widerspruch ab: Zwischen einem zunehmendem Problembewusstsein – etwa dass der Klimawandel gefährlich ist oder die Arbeitsbedingungen in Elektro- und Textilunternehmen unhaltbar sind – und der sich zeitgleich zuspitzenden Problemlage. Die Diskrepanz, dass Menschen mit hohem Bildungsgrad und Einkommen im Globalen Norden statistisch gesehen ein höheres Umweltbewusstsein besitzen, sie aber zugleich durch ihr Konsumverhalten die größten Verursacher von Emissionen und Sklavenarbeit sind, zeigt, wie schwierig es ist, Veränderungswillen in ein tatsächliches Handlungsbedürfnis zu überführen und offenbart, warum notwendige institutionelle wie politische Maßnahmen oft ausbleiben oder nur schleppend verlaufen.

Vielen Menschen, z.B. in Europa, bleiben die Konsequenzen ihres Lebensstils verborgen, weil sie täglich auf Güter zurückgreifen können, ohne deren wahren Preis und Herkunft in Frage stellen zu müssen: günstige Kleidung, exotische Nahrungsmittel zu jeder Jahreszeit, billige Flugreisen oder auf die Lohnarbeit migrantischer Fachkräfte (z.B. im Pflegesektor oder der Lebensmittelproduktion), auf Technik- und Luxusartikel, eine digitale Infrastruktur. Der Blick des GN scheint übersät mit „blinden Flecken“ im Angesicht dessen, was wir zwar ahnen, uns aber nicht eingestehen mögen: Dass jede Art von Produkt seinen Preis hat, der gezahlt werden muss. Meist auf Kosten der Umwelt oder von Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, Klassenzugehörigkeit oder ihres Geschlechts hierfür aufkommen müssen.

„Imperial“ ist diese Lebensweise, weil ihre Strategien zur Bedürfnisbefriedigung auf die grenzenlose Aneignung von Natur und Arbeitskraft abzielen. Sie stellt lockende Verheißung und Zwang zugleich dar: Ein Versprechen von Wohlstand und der immer währenden Verfügbarkeit von Konsumgütern, aber auch Zwang, da man sich ihr allein und durch individuelle Handlungsstrategien (wie etwa Konsumverzicht) nicht ohne Weiteres entziehen kann. Konsum-basierte Scheinlösungen zu vermeintlich günstigen Preisen beruhigen das Gewissen und leisten zeitgleich dem beständigen Konsumimperativ Vorschub: das neue Auto mit Elektroantrieb, ein T-Shirt vom Discounter aus Öko-Baumwolle, etc. Marktstrategien schaffen immerfort Bedürfnisse und Wünsche, die gestillt werden wollen, aber niemals erfüllt werden können.

Denn „Lebensweise“ bedeutet, dass es sich um eine Form des alltäglichen Verkehrs miteinander handelt, welcher unseren Alltag vollständig und unweigerlich durchdringt. Sie dominiert unsere Produktions- und Verhaltensweisen, beeinflusst unsere Denk- und Kommunikationsmuster und lenkt die Gesetzgebung. Dies mag erklären, warum ein Ausweg so schwierig zu finden und unsere Verhaltensmuster nur schwer zu brechen sind, obwohl diese Art zu leben unsere Umwelt zerstört und den größten Teil der Menschheit ihrer Grundrechte beraubt. Als Mitglied unserer Gesellschaft haben wir alle unweigerlich Anteil an den eben beschriebenen Ausbeutungsstrukturen. Plattformen wie slaveryfootprint.org oder fussabdruck.de führen uns dies vor Augen. Im Angesicht der Globalisierung und des Klimawandels ist es von dringlichster Notwendigkeit, die breite Öffentlichkeit mit den Konsequenzen unserer Lebensweise im Globalen Norden zu konfrontieren und zur Auseinandersetzung mit diesen Folgen zu motivieren. Besonders wichtig ist es zudem, einem allgemeinen Ohnmachtsgefühl beizukommen, weil es zunächst schwer scheint, sich einer imperialen Lebensweise zu entziehen. Es muss gezeigt werden, dass alternative Lösungsansätze bereits existieren, die unterstützt und ausgebaut werden können. An diesen Punkten versucht unsere Veranstaltung anzuknüpfen und möglichst viele Menschen der breiten Öffentlichkeit zu erreichen.

Hier eine kurze Zusammenfassung der Imperialen Lebensweise (englisch):

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OPEN CALL FOR ARTISTS & SPEAKERS

OPEN CALL FOR ARTISTS AND SPEAKERS

Suche nach Beiträgen von Kunstschaffenden und Referierenden für Workshops, Theater, Ausstellung, Performance, Graffiti, Tanz, Gesang, Fotografie oder was dir sonst so einfällt! Aufwandsentschädigung und Kostenübernahme ggf. möglich.

Schickt uns eure Vorschläge bis zum 31. Mai 2022 mithilfe dieses Formulars:

Wissenschaft trifft auf Kunst und Bildungsarbeit! Die Political Art Days sind ein politisches Kunstfestival zum Globalen Lernen. Sei dabei, wenn sich im September Kunstschaffende gemeinsam mit Expert*innen und Festivalbesucher*innen gesellschaftsrelevanten Fragestellungen widmen!

Dieses Jahr geht es um das Konzept der sogenannten Imperialen Lebensweise – Warum die Art, wie wir im Globalen Norden leben, das Gute Leben für alle Menschen weltweit verhindert und wie wir zusammen diese Verhältnisse ändern können (mehr Infos siehe unten). Wir freuen uns über deine Mitwirkung!

Was genau suchen wir?
Wir suchen Menschen und Beiträge, die unser Festival bereichern. Darstellbare, ausstellbare oder abspielbare Kunst, Workshop-Ideen, Weltverbesserungsvorschläge, diskussionswürdige Themenbeiträge und was euch sonst noch so einfällt: Von organisierten Pflegefachkräften und Care-Revolutionär*innen, Expert*innen zum Grundeinkommen und nachhaltigem Ressourcenabbau, künstlerisch tätige Kindergarten-, oder wissenschaftlich tätige Studierendengruppen, Reparateure und Up-Cycling-Spezialistinnen und allen anderen Engagierten/Interessierten…

Kreative Aktionen, Formationen, Imitation, Imaginationen, Information, Interaktion, Kompositionen, Kooperationen, Observationen, Propositionen, Provokationen, Realisationen, Stimulationen, Inventionen, Sensationen, Attraktionen, Dekorationen, Innovationen, Irritationen, Motivation, Perfektionen, Reflektionen, Solutionen, Revolutionen, Abstraktionen, Aggregationen, Assoziationen, Emotionen, Adaptionen, Ambitionen, Kommunikation, Kreationen, Vokalisation,  Kompilationen, Spekulationen, Populationen, Stimulationen, Artikulationen, Gestikulationen, Konstellationen und Installationen

Das reicht dir nicht? Oder du hast keine Ahnung, was „Das Gute Leben für Alle weltweit“ bedeutet?
Dann komm zu unserer Kick-off-Veranstaltung:
Datum: Mittwoch, den 08. Juni 2022 17-20 Uhr
Ort: Palais Palett im objekt klein a // Meschwitzstr. 9 // 01097 Dresden


Die Political Art Days 2022 finden statt in Kooperation mit:

Die Political Art Days 2022 werden gefördert von:

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Veranstaltungen

BNE-Teff am 05. September: Lernkulturzeit
BNE-Teff am 05. September: Lernkulturzeit
9. September 22
bis 5. September 22

Veranstaltungen

22.-25. September: Bildungscamp „Global nachhaltige Ernährung“
22.-25. September: Bildungscamp "Global nachhaltige Ernährung"
Grüne Schule Grenzenlos e.V., Mulda (Zethau 93)
22. September 22
bis 25. September 22

Veranstaltungen

BNE-Treff am 04.07.: Toolkit für Globales Lernen in Schulprofilen
BNE-Treff am 04.07.: Toolkit für Globales Lernen in Schulprofilen
35. Oberschule Dresden, Dresden (Clara-Zetkin-Str. 20)
4. Juli 22

Veranstaltungen

PAD-Kick-Off No 2: Workshop imperiale vs. solidarische Lebensweise
PAD-Kick-Off No 2: Workshop imperiale vs. solidarische Lebensweise
Palais Palett, Dresden (Meschwitzstr. 9)
8. Juni 22

Veranstaltungen

BNE-Treff am 13. Juni: Schüler*innenmitwirkung als Basis nachhaltiger Schulentwicklung
BNE-Treff am 13. Juni: Schüler*innenmitwirkung als Basis nachhaltiger Schulentwicklung
Yenidze, Dresden (Weißeritzstr. 3)
13. Juni 22

Veranstaltungen

BNE-Treff am 02. Mai: Schule als nachhaltiger Lernort?
BNE-Treff am 02. Mai: Schule als nachhaltiger Lernort?
Bertold-Brecht-Gymnasium, Dresden (Lortzingstr. 1)
2. Mai 22
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