Ausstellung
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Die Ausstellung der „Political Art Days 2022: Das Gute Leben für alle weltweit!“ auf einen Blick:

VERNISSAGE // mit den Künstler*innen

Datum: 09. September, 16:30-18:30 Uhr

Zusammen schauen wir uns zum ersten Mal die Ausstellung an. Die Künstler*innen der Ausstellung präsentieren dabei ihre Arbeiten.

DER ÖLBRUNNEN – Installation // Moussa Mbarek

In den letzten Jahren hat sich deutlich gezeigt, wieviel Macht und Einfluss und welche Auswirkungen das Schwarze Gold auf das Leben der Menschen hat.

Nur 400 Kilometer von der Mittelmeerküste Europas entfernt, liegen die größten Ölreserven Afrikas und der Grund für unser unendliches Leid. Getrieben von der Gier der großen Ölkonzerne der Welt, wird die Kriegsmaschinerie nicht zum Stillstand kommen. Solange der Staat vom Öl lebt, wird es keine Demokratie geben. Die Menschen werden das Land verlassen und an den Grenzen Europas scheitern. Ein demokratisches Libyen ist für mich nicht in Sicht. Denn noch heute bestimmen die fremde Länder das Leben der Menschen in diesen Gebieten.
In meiner Installation möchte ich zeigen, wie eng Politik, Krieg, Armut und Tod mit dem Öl verbunden sind. Die Installation „Der Ölbrunnen“ soll all diese Gedanken transportieren.

Von Moussa Mbarek

Mein Name ist Moussa Mbarek. Ich komme aus Südlibyen und ich bin vor sechs Jahren vor dem Krieg geflohen. Aufgewachsen bin ich in einer kleinen Stadt in der libyschen Sahara. Statt Gärten und Bäume, sah ich die Ölfelder vor der Haustür.


THE LITTLE THINGS THAT RUN THE WORLD – Fotografien // iamhumanz

„In den letzten vier Jahren habe ich die Flut verheerender Nachrichten über den Gesundheitszustand der Erde durch Kunst verarbeitet. Und ich habe auch meine eigene Rolle als schädlicher Bewohner reflektiert, der zur Zerstörung der Erde beiträgt. Sogar durch die Kunst selbst. Ouroboros“. Henris Kunst kann so unerbittlich sein wie das Verhalten der Menschen. Leise Schreie klingen durch die Bilder. Die Schreie der stummen Stimmen.
Ausstellung: [die kleinen Dinge, die die Welt regieren]: die Erfahrung der Insekten aufgreifen und die menschliche Hülle verlassen.

Von Henri alias iamhumanz

Geboren und nicht aufgewachsen in Berlin. Henri ist unter anderem Performancekünstler und konzeptioneller Fotograf. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich zum ersten Mal lebe, aber falls ich es tue, möchte ich das Leben als eine Erkundung nehmen“

DIE GIER DER MENSCHHEIT – Kollagen // Paige Hienz

Mit meinem Werk will ich das Konsumverhalten im globalen Norden und die daraus folgende systematischen Ausbeutung von natürlichen Ressourcen im globalen Süden kritisieren. Es wurde ein bunt und knalliges Spektrum gewählt, da es auffällt und den verlockenden Konsum darstellt, der wiederum durch dunkele Ecken angezweifelt wird. Zudem dient als Verbindung der Arbeiten ein Schweine-Skelett, das für den Verbrauch unserer Natur steht und wiederum als Symbole für Tot und Veränderung agiert. Im Hintergrund der drei Grafiken sind das Universum, eine Zelle und der Mond als Beginn und Ursprung unserer Erde gezeigt. Außerdem abgebildet werden Maschinen, Essen und ganz viele Hände, die nach mehr greifen als sie benötigen.

Von Paige Hienz

Ich bin Paige Hienz, 20 Jahre alt und bin bei den Political Art Days dabei, um meinen Beitrag zu leisten und etwas zu verändern. Aktuell studiere ich Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel, dort lerne ich durch verschiedensten Methoden mein Blickfeld zu schärfen und zu erweitern. Meine künstlerischen Arbeiten sind vielfältig, meistens eine Mischung aus analogen und digitalen Medien.

WORLD PEASANT MOVEMENT – Illustrationen // Sophie Holin

Von Sophie Holin

I am a movement illustrator. I work with organizations seeking environmental and social justice. My work helps to energize their communications strategy, engage and broaden their audiences by supporting their missions through visual language. Graphic guides, illustrated infographics and posters for print or social media are some of the materials I create.

I believe my greatest power is the ability to democratize complex information. I, like many others, have always been insecure about my intelligence — especially in regard to complex or burdensome writing, history, technical math, and science. Illustrations allow me to provide a visual medium for others through which I learn best.

GRÜNE ILLUSTRATION ALS WERKZEUG FÜR TRANSFORMATION – Illustrationen // Sarah Heuzeroth

Sarah Heuzeroth arbeitet als Illustratorin für NGO’s, Kollektive, Universitäten und Institute vor dem Hintergrund von Klimakrise, Artensterben, unserer imperialen Lebensweise und den weltweiten sozialen Ungleichheiten. Diesen inhaltlichen Schwerpunkt bezeichnet sie selbst als ‚Grüne Illustration‘. Grüne Illustration ist Illustration, die Stellung bezieht. Sie kritisiert bestehende Verhältnisse, vermittelt komplexe Zusammenhänge zwischen sozialem Handeln und ökologischen Effekten und zeigt Lösungen auf. Indem sie Probleme und Zukunftsvisionen visuell erfahrbar macht, eröffnet sie imaginative Möglichkeitsräume, die als Blaupausen für mögliche, sozial-ökologische gerechte Zukünfte dienen können. Die Illustration ist hierfür ein hervorragendes Werkzeug, denn sie kann Kontexte schaffen und Interesse, Emotionen und Assoziationen wecken die dabei helfen, Informationen besser zu verinnerlichen. In der Ausstellung finden sich Beispiele von Sarahs ‚Grüner Illustration‘. Anders als in der freien Kunst sind diese allesamt Auftragsarbeiten die im Kontext von Publikationen oder Öffentlichkeitskampagnen der jeweiligen Auftraggeber*innen erstellt wurden.

WEIß-SCHWARZ-REBOOT: NEUE PERSPEKTIVEN AUF DAS THEMA MENSCHENBILD UND GERECHTIGKEIT – Fotografien // ENS e.V.

Die Ausstellung arbeitet mit gegensätzlichen Bildpaaren unter dem Motto „Menschenbild und Gerechtigkeit“. Der Fokus liegt hauptsächlich auf einer kritischen Auseinandersetzung der kolonialen Machtverhältnisse, um eine Reflexionsbasis als Voraussetzung für entwicklungspolitische Arbeit auf Augenhöhe zu schaffen. Sie will einen Beitrag in den entwicklungspolitischen Diskussionen leisten und bei aktuellen Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und kolonial geprägter Entwicklungspolitik soziale Ungerechtigkeiten und somit das Individuum ins Zentrum stellen. Die Themen der Ausstellung gehen von Zugehörigkeit, Kolonialismus, Erinnerungskultur, Kunstraub, Bewegungsfreiheit, bis hin zur Entwicklungsdiskurs, -politik, und -zusammenarbeit.

Von Gerardo Palacios

Gerardo Palacios (aus Honduras) Referent in der Ökumenische Informationszentrum e.V. und Berater in Bereich Entwicklungspolitik und Stadtplanung.

Teil des Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen e.V.

Das 1995 gegründete Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen e.V. (ENS) ist ein Zusammenschluss von 70 sächsischen Vereinen und Initiativen. Anliegen des ENS ist es, als Dachverband die Interessen entwicklungspolitischer Organisationen im Freistaat Sachsen zu bündeln und sie gegenüber der Öffentlichkeit, der Staatsregierung, dem Landtag sowie den Parteien und Medien zu vertreten. Um die Menschen in Sachsen über die Probleme der Länder des Globalen Süden zu informieren und zu sensibilisieren, leistet das ENS intensive Bildungsarbeit. Dazu zählen Kampagnen, Konferenzen, Diskussionsabende, Beratung und Informationen für Gruppen und Interessierte, Organisation von Ausstellungen sowie Fach- und Bildungspublikationen.

MARIANA CORTES & MARCELO FERREIRA

Beschreibung kommt bald!

Von Marcelo Ferreira

FINISSAGE // mit den Künstler*innen

Datum: Sonntag, 11. September, 19:30-20:00 Uhr

Ein letztes Mal gehen wir gemeinsam durch die Ausstellung und geben den Künstler*innen nochmal die Möglichkeit über ihre Werke zu sprechen.

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