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Rückblick 2022: Workshops
Workshop: Verkehrswende jetzt gemeinsam in die Hand nehmen
// Autokorrektur Kollektiv (Clara S Thompson)

In dieser Veranstaltung wurden die weitreichenden Folgen aktueller Verkehrssysteme vorgestellt, sowie daraus die Relevanz dessen, sich für eine Verkehrswende einzusetzen abgeleitet. Es wurden verschiedene kreative, anspruchsvolle, und teils disruptive Formen des Protests vorgestellt.
 Darüber hinaus brachte Clara S. Thompson einige Beispiele mit, wie eine Verkehrswende aussehen bzw. vonstattengehen kann und welche positiven Effekte sich dabei einstellen. Gegen Ende gab es reichlich Zeit für Diskussion und Austausch.

Die Teilnehmende konnten aus der Veranstaltung mitnehmen, dass der Impuls für eine Verkehrswende aus der Bevölkerung kommen muss, da die Politik sich schon seit Jahrzehnten schwer tut. Das brachte viele Teilnehmende dazu, ihr eigenes Verhalten und ihre eigene Rolle zu überdenken. Gewünscht wurde sich ein etwas stärkerer Bezug zu Umweltfolgen/-benefits und lokalen Beispielen. Wichtiges Take-away war, dass Verkehrswende nicht zwangsweise etwas mit Verzicht und schlechterer Mobilität zu tun hat, sondern durchaus sehr positive Veränderungen mit sich bringt.

Wissenshappen: Auftaktdinner zur imperialen vs. solidarischen Lebensweise
// KAUZ Projekt & M-Latts

„Neben einer kulinarischen Reise wurden wir von einem Input-Referat in das Thema des Festivals eingeführt. Aufgeteilt war dieses in vier Teile mit anschließenden offenen Fragen, die wir mit unseren „fremden“ Tischpartner: innen zu dem jeweiligen Gang besprechen und vertiefen konnten. Interessant war hierbei besonders der Austausch mit bis dato Fremden Personen zu den jeweiligen Themen. Es ergaben sich daraus gute, interessante Gespräche“ (Besucherin)

Workshop: „Caring4Future: Sorge und Klimakrise verstehen und angehen“
// Anna Niesing (KAUZ Projekt)

Anna Niesing von KAUZ Projekt, hielt einen interessanten Vortrag darüber, wie wir verstehen können, dass die derzeitige Klimakrise (z.B. Verlust der biologischen Vielfalt, Missernten) und die Sorgekrise (z.B. Unbezahlte Care-Arbeit, Arbeitsüberlastung, Burn-out, geschlechtsspezifisches Lohngefälle) eng miteinander verbunden sind, und mit Fragen der globalen Produktion, Ausbeutung und Machtstrukturen zu tun haben.

Die Teilnehmende konnten sich einen Überblick darüber verschaffen, dass diese Krisen nur die Spitze des Eisbergs bestimmter tiefgreifender Strukturen in unserer Gesellschaft sind, die ersetzt werden müssen, um sichtbare Veränderungen zu bewirken.

Input: „Her mit dem guten Leben – Von der imperialen zur solidarischen Lebensweise“
// Tobi Rosswog (ILA Kollektiv)

Die Veranstaltung beschäftigte sich mit der Fragestellung, wie eine solidarische Lebensweise ermöglicht werden kann. Der anfängliche Input bewegte sich entlang der Konzepte der imperialen und solidarischen Lebensweise und legte ein Augenmerk auf die systemischen, kollektiven Prozesse und Änderungen, die eine solidarische Lebensweise ermöglichen. Im Mittelpunkt stand dann die Frage „Was kann ich tun, um zur Entstehung einer solidarischen Lebensweise beizutragen?“. Den Teilnehmenden wurde durch die Veranstaltung verdeutlicht, wie festgefahren die Strukturen sind, die die imperiale Lebensweise verankern und wie mühsam es ist in diesen Strukturen Veränderung zu schaffen. Trotzdem stellten sie fest, dass es die Mühe wert ist, da auch Kleinigkeiten sich aufsummieren und Fortschritt manchmal eben nur mit Babyschritten möglich, aber trotzdem wertvoll ist. Daher konnten Viele aus der Veranstaltung neue Kraft für neues Engagement schöpfen.

Workshop: „ÜBER GELD SPRICHT MENSCH (NICHT)“
// GWÖ Dresden

„Der Workshop zielte hauptsächlich auf die Reflexion des eigenen Lebensstil ab. In verschiedenen Spielen wurde die individuelle Positionierung herausgearbeitet und sich anschließend mit den anderen Teilnehmer:innen dazu ausgetauscht. Interessant war hier, verschiedenste Ansätze und Gedanken zu erfahren. In einem weiteren Spiel wurde dargestellt wie auf Grundlage diverser Wertschöpfungsketten Menschen ausgebeutet werden, aber durchaus auch gute Netzwerke entstehen können.“ (Besucherin)

Workshop: „Self-as-other-Training: Textiles“ // Vivien Tauchmann

Die Basis des Workshops bildete das choreographierte und performative Training „Self-As-Other-Training: Textiles“, welches die täglich unsichtbaren Routinen von Arbeiter*innen in der globalen Lieferkette beleuchtet. Im Anschluss an die kollektive Bewegungseinheit wurde sich den überschneidenden Strukturen von Diskriminierung und Ausbeutung im globalen Nord-Süd-Bezug zugewandt und Möglichkeiten der Solidarität ergründet. Die Teilnehmer*innen konnten viel über globale Zusammenhänge (z.B. Lieferketten), Praktiken wie „greenwashing“ und Ausbeutung in der Textilindustrie lernen. Ein Teilnehmer beschrieb die performative Auseinandersetzung mit den allseits bekannten Arbeitsbedingungen als sehr empathiefördernd und augenöffnend. Es sei wichtig gewesen, übliche Arbeitsabläufe für kurze Zeit selbst auszuführen und die Ermüdung nach solch kurzer Zeit am eigenen Körper zu spüren.

Projektvorstellung:  ROSA e.V.

Eine Referentin von ROSA e.V. – Rolling Safespace stellte ihr Projekt – eine mobile Anlaufstelle für Frauen auf der Flucht auf den Political Art Days vor. Sie berichtete von ihren eigenen Erfahrungen vor Ort, welche Probleme und Chancen die mobile Infrastruktur, die vor allem drei Geflüchtetenlager in Griechenland anfährt, birgt. Vor allem die Öffentlichkeitsarbeit stellt einen wichtigen Teil der Arbeit von ROSA e.V. dar. Alle Besucher*innen der Veranstaltung waren dazu angehalten Nachfragen zu stellen und wurden eingeladen das Projekt zu unterstützen. Der Vortrag war gestützt durch Fotos, die einen Eindruck von vor Ort und den betroffenen Menschen vermittelten.

Puppentheater: „Der Hase im Mond“ // Heike Kammer

Das Puppentheater handelte von zwei befreundeten Hasen (Rodolfo und Mateo), die sich über die Verteilung der gemeinsamen Ernte zerstreiten. Das Ende des Stückes war offen und wurde durch die anwesenden Kinder neu gestaltet. Am Ende des Stückes legen die Hasen ihren Streit bei und feiern gemeinsam ein Fest. Bei der Mitgestaltung des Theaterstücks erfahren die Kinder einen Perspektivwechsel und stärken ihre Empathiefähigkeit. Sie werden für Frieden und Gerechtigkeit sensibilisiert und konnten lernen Konflikte gewaltfrei zu lösen. Das Puppentheater erfreute sich großer Beliebtheit – nicht nur bei den Kindern.

Talk: „Social Transformation and Activism through Illustration“ //
Sophie Holin & Sarah Heuzeroth

Das Hauptziel dieser Veranstaltung im Gesprächsformat war es, den Teilnehmern die Erfahrungen von zwei Gastillustratorinnen, Sarah Heuzeroth (aus Hamburg) und Sophie Holin (aus New York), zu vermitteln, die ihre illustrative Arbeit mit politischen und ökologischen Inhalten verbinden und so einen aktivistischen Charakter erlangen.

Beide Illustratorinnen  erzählten den Teilnehmern, wie sie mit ihren Illustrationen zum Verständnis komplexer ökologischer und sozialer Fragen beitragen und diese Themen den Menschen auf freundliche Weise näher bringen.  Außerdem erzählten sie von ihren Beweggründen, sich auf diese Art von Illustration zu konzentrieren, von ihren kreativen Prozessen und ihren Inspirationsquellen, sich dieser Art von Arbeit zu widmen.

Paneldiskussion mit M-latts: „Imperialismus und zeitgenössischer Kolonialismus aus der Perspektive lateinamerikanischer Migrant*innen“ // M-Latts

Aufgrund der Globalisierung und der weltweit zunehmenden Migration gewinnt das Thema „Brain Drain“ und „Brain Gain“ immer mehr an Bedeutung, insbesondere im Bereich der Mobilität hochqualifizierter Menschen aus so dem Globalen Süden in den Globalen Norden. Dies führt zu einem Mangel an Fachkräften in den Herkunftsländern, was sich negativ auf die Wirtschaft und Entwicklung des Landes auswirkt. Deutschland hat derzeit einen hohen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften und bietet daher verschiedene Programme an, um MigrantInnen anzuziehen. Diese Programme haben jedoch ihre Kritikpunkte und Herausforderungen, weshalb wir als in Deutschland lebende MigrantInnen mit diesem Vortag und Panel verschiedene Positionen sowie Perspektiven zur Migration aus einem kritischen, dekolonialen Blickwinkel diskutiert und analysiert haben.

Workshop: „El agua no se vende: Wassergerechtigkeit! Wassergerechtigkeit im Kontext anhaltender kolonialer Verhältnisse““ // Zapatistas Soli Support Dresden

Im März diesen Jahres reiste die Karawane für das Wasser und das Leben durch Mexiko. Anlässlich der neoliberalen Ausbeutung von Wasser durch europäische Großkonzerne fordern Indigene das Recht auf Wasser ein. In diesem Workshop haben wir uns der Frage gestellt „Wie kann Wassergerechtigkeit global erkämpft werden?“. Gemeinsam haben wir koloniale Zusammenhänge erforscht und uns dabei mit indigenen Aktivist:innen aus Mexiko solidarisiert. Dafür sind wir während des Planspiels in neue Rollen geschlüpft, haben diskutiert und Lösungen und Strategien gefunden. Durch diesen Workshop konnten wir viel Neues über Wasser als Menschenrecht, dessen Privatisierung durch Großkonzerne, und damit einhergehender Exklusion vor allem im globalen Süden, lernen. Das Rollenspiel lud dazu ein, eine andere Perspektive einzunehmen. Durch das vermittelte Wissen, wurden die 15 Teilnehmenden dazu angeregt, ihren Konsum (insbesondere einiger spezifischer Marken) zu überdenken.

Projektvorstellung „Edible Connections Radio“ //
Slow Food Deutschland gUG

Der Workshop richtete sich insbesondere an Akteur*innen entwicklungspolitischer  Bildungsarbeit, mit denen Methoden und Erfahrungen aus den  Bildungsprojekten „Edible Connections“ und „Edible Connections Radio“  diskutiert wurden: Im Austausch von Jugendlichen aus Deutschland mit Menschen aus dem globalen Süden entstand eine Audio-Podcast-Reihe, die sich mit nachhaltigen Ernährungsprojekten im Globalen Süden und in Deutschland beschäftigt. Ziel ist und war es einen Narrativwechsel in Bezug auf Menschen des Globalen Südens zu schaffen und den Fokus auf das Lernen voneinander zu setzen. So verfolgt Slow Food das Ziel , eine Ernährungswelt zu schaffen, die auf fairen Beziehungen basiert, die biologische Vielfalt, das Klima und die Gesundheit fördert und es allen Menschen ermöglicht, ein Leben in Würde und Freude zu führen. Ca. 15 Personen haben sich aktiv an diesem Workshop beteiligt. Sie konnten einiges Neues zu globalen Zusammenhängen zum Thema Ernährung mitnehmen, erfahren, dass informelles Lernen Wirkung entfalten kann und fühlten sich motiviert selbst mit Kindern zu diesem Thema zu arbeiten.

Workshop: „(Kunst)Therapie im Spannungsfeld weißer Dominanz – Sensibilisierung durch Kunst“ // Annabell Lilienthal 

Der Workshop beschäftigte sich mit Rassismus in der (Kunst-)Therapie. Rassismus ist ein Konstrukt, welches von weißen Europäer*innen erfunden wurde und sich strukturell in der Gesellschaft des globalen Nordens verankert hat. Rassismuserfahrungen wirken sich schädigend auf die psychische Gesundheit aus. People of Color haben es schwerer, einen Therapieplatz zu bekommen. Um ein gemeinsames, diverses Leben gerechter zu realisieren, bedarf es einer eigenen kritischen Auseinandersetzung mit Privilegien, sowie dem Aufbau einer sensiblen Haltung. Daher wurden in dem Workshop, neben der Wissensvermittlung bezüglich Rassismus in der Therapie und den Folgen von Rassismus für Betroffene, eigene Privilegien reflektiert. Dadurch wurden die rund 15 Teilnehmenden für die Probleme in der Therapie und für Positionen bzw. Situationen Anderer sensibilisiert. Einige konnten aus dem Workshops Methoden und Erfahrungen für die eigene Arbeit mitnehmen.

Workshop: „Building consensus: a political role-playing game with a
Latin American perspective“ //  M-Latts

Wir diskutierten von Lateinamerika bis Deutschland über die Vision des „Buen Vivir“ der bäuerlichen Gemeinschaften, die Philosophie des „Vivir Sabroso“ der afro-nachbarlichen Gemeinschaften, die dekolonialen Theorien aus der lateinamerikanischen Wissenschaft, die in Europa geförderte Degrowth-Bewegung und das globale Modell des Wirtschaftswachstums und Kapitalismus.

Puppentheater: „Die Zwerge und der Klimawandel“ // Heike Kammer

Gemeinsam mit den Tieren machten sich die Kinder auf eine Reise, um gemeinsam Mutter Erde vor der globalen Umweltzerstörung zu retten und den Zwergen Bim und Bum nachhaltiges Handeln nahezubringen.
So machte das Puppenspiel den Klimawandel und das Konsumverhalten in unserer Industriegesellschaft und seine globalen Folgen für Mensch und Umwelt auf eine spielerische Art und Weise für Kinder erlebbar. Dabei wurden die Kinder für globale Ungerechtigkeit im Zusammenhang von Umweltzerstörung sensibilisiert.

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