Vortrag und Workshop von Elisa Jung – Universität Greifswald // Deutsch

Samstag, 11.September 14:00 – 16:00
Palais Palett (Meschwitzstraße 9, 01099 Dresden)

„Das vegetiert nur so vor sich hin…“, denkste!

Elisa Jung, Studentin der Landschaftsökologie an der Universität Greifswald, erläuterte wie Pflanzen in unserem Alltag, in der Kunst und Wissenschaft (nicht) wahrgenommen und  behandelt werden. Der Fokus wurde hierbei von der Referentin ganz auf die Perspektive der Pflanze gelegt. Pflanzen gedeihen oder verkümmern, sind entweder gesund, leiden an Stress oder werden krank. Es sei im Grunde erstaunlich, wie egal es vielen Menschen zu sein scheint, wie mit Pflanzen und der Natur umgegangen wird. Die Referentin bezieht sich auf die große Diskrepanz in der Wahrnehmung von tierischem und pflanzlichen Leben. Was viele in Bezug auf die Tierwelt bereits verstanden zu haben scheinen, nämlich dass Tiere schützenswerte und unersetzliche Lebewesen sind, ist diese Einstellung zur pflanzlichen Natur alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Ohne Pflanzen sei die Erde nicht zu denken, bekennt die Referentin, dennoch fänden sie als Gegenstand in der Umweltethik selten Beachtung. Auch Pflanzen verdienen, um ihrer selbst willen und frei von jedem Nutzwert für die Menschheit, Berücksichtigung zu erfahren.
Nur wer den Eigenwert anderer Lebewesen achtet, kann inklusive und nachhaltige Territorien schaffen, argumentiert die Referierende. Dies müsse Grundlage für unseren Umgang mit der Natur und der Gestaltung unseres Lebensraumes werden.

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