Interaktive Sound-Installation: Mutual Resonance

Wann?
Donnerstag, 01. Oktober bis Samstag, 03. Oktober

Wo?
objekt klein a (Meschwitzstr. 9, 01099 Dresden)

Wer?
Katharina Groß
Katharina Groß ist eine in Dresden lebende Künstlerin und Medienforscherin. 2015 hat sie die Kollaboration neue raeume; gegründet. Zusammen mit den Soft- und Hardware-Entwickler*innen von neue raeume; erforscht sie experimentell die künstlerisch-technisches Möglichkeiten mit Virtual Reality- und Sensortechnologie. Das Projekt „Mutual Resonance“ hat sie mit Björn Bergelt (Hardware-Entwicklung), Marcus Degenkolbe (Software-Entwicklung) und Peteris Ziepel (Ton-Technik) entwickelt.

Was?
„Mutual Resonance“ ist eine pflanzengenerierte Soundinstallation. Auf Basis von Open Source Wissen entstand zunächst ein Prototyp, um die elektrische Leitfähigkeit einer Pflanze zu messen. Diesen haben neue raeume; erweitert und modifiziert, so dass vier Pflanzen gleichzeitig gemessen werden können. Durch ein Arduino-Patch werden die Messwerte in MIDI-Noten übersetzt und durch ein Synthesizer interpretiert. Die Vitalität der Pflanzen wird auf diese Weise sonifiziert; sie ist hörbar. Durch umweltliche Reize – wie Trockenheit oder Berührung – ändert sich der Leitwert der Pflanze und damit der Sound. Besucher*innen können durch Berührung der Pflanzen, die Soundlandschaft interaktiv beeinflussen.

Dein Bezug zum Thema „Wald“?
Die stomatäre Leitfähigkeit der Pflanzen wird durch das im Boden verfügbare Wasser, den Zustand der Wurzeln (Wasseraufnahme aus dem Boden) und den Zustand, d. h. der Vitalität, der Blätter beeinflußt. Insofern ist die Eigenbewegung der Pflanze messbar und durch Umwelteinflüsse veränderbar. Der Zusammenhang von Pflanzenklängen, physiologischen Prozessen und Umweltbedingungen wird in diesem künstlerischen Beobachtersystem untersucht. Das Projekt „Mutual Resonance“ macht die medienökologischen Wechselwirkungen des Menschen, seiner Technologien und der Pflanzenwelt wahrnehmbar.

Besonders durch Trockenstress zeigen sich markante Änderungen der akustischen Signale (bspw. in der Klangfarbe), die Rückschlüsse auf den Zustand der Pflanze und deren Umweltbedingung zulassen. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Projekt klimapolitische Relevanz, weil die Reaktionen der Pflanzen auf immer länger anhaltende Hitze- und Trockenperioden durch den Klimawandel wahrnehmbar werden.

Die Inszenierung der Lebensprozesse und Umweltbedingungen der Pflanzen in einem künstlerisch-technischen Umfeld erfordern wie fördern neue Beobachtermethoden und Möglichkeiten künstlerischen Designs: Die Korrelation gemessener Werte und Muster in natürlichen Prozessen zeitigen ästhetische Wirkungen, weil abstrakte Messdaten mit Klängen resonieren. Die ästhetische Dimension der medialen Situation offenbart die Lebensumstände eines durch die veränderten klimatischen Bedingung unter Druck geratenen Pflanzenwelt.

Mehr Infos zu Katharinas Werk(en) gibts unter http://www.katharinagross.tv/mutualresonance/.

Hier gibts alle weiteren Infos zu den Political Art Days 2020 – Fokus: Wald.

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