Rückblick BNE-Treff: BNE in Schulen – Beispiele aus Dresden
Rückblick BNE-Treff: BNE in Schulen – Beispiele aus Dresden

Am 06.12. hatten wir einen sehr informationsreichen Austauschabend mit der UNESCO-Projektschule, der
Klimaschule, LANU und vielen Vertreter:inenn (Quilomba e.V.; OneWorldDresden, Lokale Agenda,
Jugend Freizeithof im Grillenburg, interessierte Lehrkräfte und Bildungsreferierende)
außerschulische Bildungsakteur:innen aus Dresden und Umland. Zunächst haben die eingeladenen
Lehrkräfte Input gegeben und anschließend gab es eine Diskussionsrunde mit interessanten Fragen.

Wichtigste Botschaften für alle außerschulische Bildungsakteure, die ein außerschulisches
Angebot realisieren möchten oder ein Projekt innerhalb des Unterrichts realisieren wollen:

  • Für BNE-Angebote gibt es Geld an Schulen!. Also schickt eure Angebote vor dem Schulanfang in der Sommerferien!.
  • BNE ist in den Lehrplänen, aber noch als „kann“ und nicht im Mussbereich. Das heißt, BNE ist schon ein Thema, was tiefer integriert werden soll, auch im Alltag. Deswegen soll eine interessierte Lehrkraft angedockt werden oder die Lehrkraft soll selbst viel Motivation dazu haben, das Thema im Unterricht zu integrieren.
  • Die Angebote bitte nicht an Sekretariat schicken. Es gibt Überflutung von Angeboten an Sekretariat, welche sich erschwert, an geeignete Person weiterzuleiten. Das ist der Grund, warum nicht alle Kooperationsanfragen die Lehrkräfte oder BNE-Beauftragte erreichen.
  • Die Anfrage muss sehr deutlich formuliert werden!. z.B. mit dem Betreff „Bitte um Weiterleitung an BNE-Beauftragten/Lehrkräfte“. Oder anfragen, wer oder welche Lehrkraft für BNE-Angebote zuständig ist.
  • Am besten direkt die BNE-Beauftrakte oder Lehrkraft die Kontakt aufnehmen, wenn Sie jemanden kennen.
  • Flyer kann gern im Lehrerzimmer angehängt werden.
  • Prinzipiell könnte das Angebot in den Pausen im Lehrerzimmer vorgestellt werden. Aber die Vorstellung soll kurz und knapp sein!. Höchstens 5-10 Minuten. Da habt ihr auch die Möglichkeit die Kontakte mit den Lehrkräften auszutauschen.
  • Noch eine Möglichkeit ist ein Angebot in eine Dienstberatung zu schicken, die in der Regel einmal im Monat stattfindet, um das Konzept BNE und paar Projekte vorzustellen. (5-10Minuten)
  • Und wir (CAMBIO e.V.) haben abschließend die Lehrkräfte darum gebeten, die Kontakt der BNE-Beauftragte auf der Webseite der jeweiligen Schule zu veröffentlichen, damit wir die Sekretariat nicht mit unseren Mails überfluten bzw. damit wir richtige Person sofort ansprechen können. Das gute daran ist, es wird zumindest an beiden Schulen realisiert!

Kurze Zusammenfassung des Inputs:
1) Louise Steinbach – BNE-Beauftragte an Marie-Curie-Gymnasium (UNESCO-Projektschule)
Maria-Curie-Gymnasium ist seit 2005 eine UNESCO-Projektschule und seit 2017 eine MINT-EC-
Schule. Sie haben 900 Schüler mit Wurzeln in mehr als 20 Nationalitäten. Sie orientieren sich an
den Zielen und Werten der UNESCO und folgen den Grundsatz „Global denken, lokal handeln“.
BNE als Whole School Approach in der Schule mit ausgewählten Beispielen aus dem Schulalltag
zur „Tradition-Innovation-Vision“ vorgestellt. Es gibt UNESCO-Profilunterricht an der Schule.
Die Besonderheiten sind, dass die 10th Klässler für die 5th Klässler unterrichten. Die Schülerschaft
hat sich von FFF inspirieren lassen und die SuS sind auch demonstrieren gegangen. Die Meinungen
von SuS finden ihr Gehör und sie treffen die Entscheidungen demokratisch zusammen. Am Anfangdes Schuljahres werden von SuS ein/e Klassensprecher/in gewählt und sie werden
Klimazeilbeauftrage des Klasse. Klimazielbeauftragte entwickeln Klimaziele mit den anderen
Klimazielbauftragte von anderen Klassen in regelmäßigem Treffen zusammen: „Was wollen wir
dieses Schuljahr erreichen?“. Die Lehrkräfte verstehen sich als Lernbegleiter und agieren in vielen
GTAs mit den SuS. Projektideen der Schüler werden realisiert wie z.B. Müll-AG, Nachhaltigkeits-
AG, Baumpflanzaktionen, Büchertauschparty, Upcycling, ein Regenwaldschutzprojekt in
Kooperation mit Ecuador und „Challenge your life“ vom Demonstrieren zum Handel etc.
Die Gründe dafür, warum die Umsetzung der BNE in der UNESCO-Schule so gut funktioniert ist,
dass die Kolleg:innen sehr motiviert und über den normalen Schulalltag hinaus aktiv und engagiert
sind. Am Anfang waren nur 2 Lehrkräfte, die die Nachhaltigkeit in der Schule umsetzen wollten
und jetzt haben wir vieles gemeinsam erreicht. Noch dazu haben wir echt glück, dass wir eine sehr
unterstützende und engagierte Schulleiterin haben.

2) Hartmut von Skrbensky – Fachlehrer an Semper-Oberschule-Dresden (Klimaschule)
Die Semper Oberschule ist eine zweizügige Oberschule mit ca. 260 Schülern. Mit ihrem Motto
„Was wir voneinander lernen, führt uns auf neue Wege!“ bemühen sie sich derzeit an der Schule
das Demokratie- und Umweltbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Durch
gemeinsame Bemühungen gelang es ihnen als „Klimaschule“ sowie mit Demokratiepreisen
ausgezeichnet zu werden.
Mit ihrem Schulkonzept stellen sie sich die Fragen:
• Wie wollen wir in Zukunft leben?
• Was und wie wollen und müssen wir lernen, um unsere Welt lebenswert zu gestalten?
BNE Projekte, die in der schulischen Feldern entwickelt worden sind, die Klimaschule, School for
Earth, Ernährung und Demokratieentwicklung. Im Rahmen der Schulprogrammarbeit begannen sie
in den letzten Jahren mit mehreren unterschiedlichen Projekte, im Rahmen von „Bildung für
nachhaltige Erziehung“. Die Realisierung der Projekte erfolgt gemeinsam mit den außerschulischen
Partnern wie z.B. CAMBIO e.V.; LASUB, GreenPeace, SENA, TU Dresden und Schulförderverein
„Freies Schulzentrum Dresden-Neustadt e.V.“ Mit weiteren Akteuren und Schulen aufzubauen, um
gemeinsam umfangreichere Projekte durchführen bzw. von den Ideen anderer partizipieren ist
gewünscht. Herr Skrbensky sagt: Die Aufgaben und Herausforderungen im Bildungsbereich, vor
denen wir alle stehen, können wir nur gemeinsam meistern!.

Das Thema des Dezember-Treffs „BNE in Schulen“ war eine gute Überleitung zum großen
Thema des BNE-Treffs in 2022 „Ganzheitliche BNE-Schulentwicklung“. Nächstes Jahr finden
alle Termine an der Schule statt. Ab April geht er los und die Uhrzeit wird voraussichtlich 15-
17Uhr sein. Wenn ihr euch im Laufenden halten möchtet, abonniert gern unseren Newsletter.

Wir bedanken uns an Frau Steinbach und Herrn Skrbensky und wünschen Euch eine schöne
Adventszeit!

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